Zahnarzt Dr. Stephan Popp

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Zahnarztpraxis

Dr. med. dent. Stephan Popp
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Parodontosebehandlung & Zahnfleischtaschen - Dr. Popp aus Nürnberg erklärt die wichtigsten Informationen zu diesem Thema

Die Parodontose ist der Schwund des Zahnhalteapparates (Parodontium), welcher im schlimmsten Fall zu Zahnverslust führen kann. Dieser Schwund wird durch eine Infektionskrankheit, welche durch Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen wird. Diese Bakterien hat jeder Mensch im Mundraum. Ob die Infektionskrankheit letztendlich ausbricht, hängt von unterschiedlichen Einflussfaktoren ab:

  • Vererbung - liegt eine genetische Vorbelastung vor?
  • Schwaches Immunsystem - Krankheiten, Medikamente?
  • Rauchen - bei starken Rauchern kann eine Parodontoseerkrankung schneller auftreten

Wie macht sich eine Parodontoseerkrankung im Mund bemerkbar?

Anzeichen für eine Parodontoseerkrankung im Mund können sein:

Als Folge der Zahnfleischentzündung (Gingivitis) bilden sich Zahnfleischtaschen. Diese Spalten zwischen Zahnfleisch und Zähnen sind Schmutznischen, in denen sich Essensreste und Zahnbelag ansammeln, welche Karies begünstigen können.

Was sind die möglichen Folgen einer Parodontoseerkrankung?

  • Durch die Entzündung bildet sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurück. Dies hat zur Folge, dass die Zähne länger, locker und auch empfindlicher werden, da die Wurzelflächen nun frei liegen. Diese sind zudem anfälliger für Karies.
  • Wenn Zähne aufgrund einer Parodontose verloren gehen, ist die Versorgung des Gebisses mit Zahnersatz erschwert, da die verbleibenden Zähne meist auch locker sind und somit für eine Zahnbrücke o.ä. nicht geeignet sind.
  • Keimverschleppung, d.h. Keime, die in die Blutbahn geraten, können zu Herzproblemen führen. Dies ist besonders wichtig für Patienten, die einen Eingriff am Herzen hatten und die
  • Sobald eine Parodontose festgestellt wurde, ist eine Therapie gegen Zahnfleischentzündung unbedingt anzuraten, um das Gebiss möglichst lange zu erhalten.

Wie läuft eine Parodontosebehandlung ab?

  • Im ersten Schritt wird in der zahnärztlichen Untersuchung in einem Screening der PSI (parodontaler Screening Index) festgestellt, um den Grad der Erkrankung festzustellen.
  • Dann wird ein Heil- und Kostenplan gestellt, welcher von der Krankenkasse genehmigt werden muss. In der Regel werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.
  • Sobald die Genehmigung vorliegt, kann mit der Parodontosebehandlung begonnen werden. Die Behandlung wird an zwei Terminen stattfinden: Im ersten Termin wird der Zahnhalteapparat im Oberkiefer behandelt, im zweiten Termin der des Unterkiefers. Grundsäztlich handelt es sich bei dieser Behandlung um eine Tiefenreinigung und Desinfektion des Zahnhalteapparates und es werden wertvolle Pflegetipps auch für zu Hause gegeben.
  • Um einen Bakterienbefall offiziell nachzuweisen, ist zudem ein spezieller Keimtest (auch Bakterientest genannt) im Rahmen der Parodontosebehandlung zu empfehlen.
  • Zudem ist eine regelmäßige Reinigung der Zahnfleischtaschen durch den Zahnarzt unverzichtbar. Dabei kann eine regelmäßige Reinigung alle 3 bis 6 Monate nötig sein. Hierbei bieten wir unseren Patienten ein sogenanntes "Recall-System" an. Dies bedeutet, dass wir Sie informieren, sobald ein Reinigungstermin wieder ansteht.
  • Bei Herzpatienten ist eine Antibiotika-Prophylaxe vor der Parodontosebehandlung unbedingt ratsam, damit keine Keime in die Blutbahn geraten.
  • Im Individualfall ist zu entscheiden, ob eine Verkleinerung der Zahnfleischtaschen möglich ist bzw. leichter "putzbar" gemacht werden kann.

Parodontosebehandlung und Zahnfleischtaschen - es ist wichtig zu wissen, dass

  • eine Parodontoseerkrankung oft nicht komplett heilbar ist
  • eine einmalige Parodontosebehandlung ohne regelmäßige Nachsorge i.d.R. keinen Sinn macht, da der Erfolg der Therapie gegen Zahnfleischentzündung und Zahnfleischtaschen in der Regelmäßigkeit der Nachsorge liegt
  • Herzpatienten sollten UNBEDINGT rechtzeitig vor der Parodontosebehandlung über Ihre Eingriffe am Herzen informieren, damit die richtigen Maßnahmen unternommen werden können.
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